Zur Zeit grüble ich über die Anonymität meines Blogs nach. Und darüber was andere Blogger dazu bewegt vollkommen anonym bleiben zu wollen. Was ist in diesem Fall besser? Meine Halb-Anonymität hinter der ich mich gut sichtbar verstecke? Und vor allem: Was ist sicherer? Womit mache ich mich strafbar, wenn ich als halb-öffentliches-Emergencygirl darüber schreibe und ist es gefählich so „sichtbar“ zu sein?
Klar, wenn ich anfangen würde über Patienten und Vorfälle in der Klinik zu schreiben, wäre das vollkommen inakzeptabel. Aber das vermeide ich ja. Ich schreibe über allgemeine Dinge, über Gefühle die meine Arbeit zeitweilig auslöst, über Hoffnungen und Enttäuschungen, aber ohne direkt Bezug auf bestimmte Fälle zu nehmen. Ist das dann so in Ordnung? Wo ist die Grenze? Nicht nur die rechtliche, sondern auch die moralische?
Und was ist mit meiner persönlichen Sicherheit, wo doch jeder auf Anonymität im Internet pocht und alle vor dem großen bösen Wolf im Internet warnen. Gefährde ich mich selbst durch meine nachlässige Geheimnistuerei?
Ich wüsste wirklich gern, was die alten Hasen der Blogger dazu sagen, ganz egal ob ich Zustimmung oder Kritik finde, aber heute würde ich mich sehr über Beiträge zu diesem Thema freuen! Habt ihr gute oder schlechte Erfahrungen gemacht? Habt ihr Tipps wie geheim ein geheimer Blog wirklich sein sollte??
Im Vorraus schon dankbar, emergencygirl
Ich habe beschlossen, da ich das Konzept Love List allein schon auf die Love List meiner geliebtesten Artikel setzen könnte, nun jeden Monat dieses Jahres eine neue Ausgabe der Love List zu erstellen!
Der Idee gleich mal folgend, kommt hier die Love List meiner Lieblingsartikel des Jahres 2009!
(Ist das nun zu selbstverliebt oder einfach zuviel Liebe??
)
- Einer der viele Dankeschön-Artikel, weil er mich an einen sehr lustigen Abend erinnert, mit dem die tollste WG begonnen hat, die es irgendwo gibt (natürlich ohne Übertreibung!)
- Wear Sunscreen! Heute noch genauso unterhaltsam und passend wie letztes Jahr
- Inspiriert von diesem YouTube-Video habe ich derzeit meine eigene Version vom Hamstarrad Medizinstudium gezeichnet…
- Ein sehr erhabener Tag in meinem bis dato noch jungen Bloggerleben
- Ebenso wie mein allererstes Stöckchen!! Mittlerweile bin ich mutiger geworden und schmeiße mit Stöckchen lieber umher, statt sie zu fangen
- Nach vielem Bangen und Zittern war das einer der beiden Tage an dem ich die größte Erleichterung im Medizinstudium zu spüren bekommen habe… Ich bekomme jetzt noch feuchte Hände wenn ich daran denke!
Ich hoffe das sind nun nicht zu viele mühsame Verlinkungen, falls doch könnt ihr den Artikel immernoch überspringen und auf den nächstneueren übergehen
Ich bin eben auf einen Blog gestoßen der sich wohl offensichtlich mit der Promiwelt beschäftigt und mit allem was sich daraus zum Klatschen und Tratschen benutzen lässt. Nachdem ich ja den Artikel über das neu entdeckte Werk von Lenny Kravitz und Michael Jackson noch gar nicht so furchtbar uninteressant fand (wahrscheinlich dürfte schon durchgesickert sein, dass auch ich einen leichten Hang zu Klatsch und Tratsch der Promis habe, allerdings nur passiv als Leser), bin ich direkt danach auf einen älteren Beitrag über Miley Cyrus und ihr angeblich neu gestochenes Tattoo gekommen.
Meine Güte, war das peinlich! Nicht das Thema an sich, wenn es auch schon etwas dünn war, sondern viel mehr die Kommentare und „Diskussion“ darunter. Ganz abgesehen davon das etwa 60% der Kommentatoren ihre Bildung wahrscheinlich noch aus der Bravo bezogen haben, haben auch gut 80% wohl noch nie etwas von Grammatik, geschweige denn Rechtschreibung gehört. Ich sage nichts gegen Tippfehler, denn darin bin ich selbst eine Meisterin, egal wie oft ich meine Beiträge kontrolliere, ich finde immer wieder neue… Aber die Art und Weise wie die Mädels (wenn auch anonym verfasst, würde ich meine Hand dafür ins Feuer legen das 99% weiblich waren) sich da mit Argumenten beworfen haben warum, wie und wo sich Miley angeblich „Just breathe“ unter ihre Brust tättowieren ließ ist einfach nur peinlich und bringt mich atemlos zum Fremdschämen!
Ob es wohl auch eine TopList der schlechtesten Blogs gibt? Und wenn ja, wo kann ich die finden??
Kleine Korrektur: (und das nicht weil ich mich ertappt fühle, sondern weil ich mich im letzten Satz falsch ausgedrückt habe)
Wo kann ich wohl die Blogs mit den schlechtesten Kommentaren finden?! Links und Tipps gerne willkommen!
Nachdem gestern auch im Buchclub das Gespräch auf die Suchbegriffe kam, mit denen ein Blog gewöhnlich so gefunden wird (nur gestern eher in einem sehr schlüpfrigen Kontext) und so ziemlich jeder Blog den ich lese schon mindestens einen Artikel darüber verfasst hat war ich nun doch auch mal neugierig wie mein Blog so gfeunden wird…
Hier also die Top-Suchbegriffe 2009 für Emergencygirl…
- friends – das freut mich! Das ist doch mal ein sehr positiv wirkender Suchbegriff! Auch wenn ich fürchte, das damit eher die Serie gemeint war
- danke – auch etwas was ich zwarauf dem Blog sehr oft gesagt habe, was man aber auch nicht oft genug sagen kann!!!
- irrgarten – tja, den versuche ich ja derzeit zu entwirren
- anatomie des menschen organe – 632x wurde diese Wortkombination gesucht… das spricht für viele verzweifelte Medizinstudenten da draußen…
- anatomie organe – der kleine Bruder von den menschlichen Organen wie es scheint…
- one tree hill – äh, ja… ich gestehe, das hab ich mal zeimlich toll gefunden *schäm*
- muhammad ali – immer wieder mein Vorbild wenn’s um’s durchbeißen geht!
- schallmauer – die hab ich am Donnerstag gebrochen…
- the mentalist – müsste ich mir Sorgen machen weil ich etwa 3/4 meiner Leserschaft durch Serien-Schleichwerbung gewinne??
- ncis - ähm… wohl schon!
- advent – der ist ja nun definitiv vorbei
- huhn – das wäre ja dann wohl ich
- explosion – ja, das war ein denkwürdiger Tag, da wäre ICH fast explodiert
- eis – jaaajaaaa… meeeehhhhr!!
Naja, ich hör dann mal auf… die Wichtigsten hab ich erwähnt und nun könnten höchstens noch mehr Serien kommen
Gestern Abend fand das erste Buchclub-Treffen dieses Jahres statt! Furchtbar motiviert (und ich für meinen Teil furchtbar unbelesen) haben wir uns im Sausalitos getroffen um neben dem großzügigen Schlemmen auch über das derzeitige Buch zu diskutieren (Titel wurde auf Grund von Peinlichkeit zenziert, Anm. d. Red.)
Ich habe das Buch ja aus studiumsbedingtem Zeitmangel nicht mitgelesen und ich kann nur sagen, das Niveau sinkt!! Vielleicht sollten wir als nächstes mal lesen „Niveau ist keine Hautcreme“, von Günther Wille, aber ich denke auch unser ausgewähltes Buch führt uns mal wieder zurück zum ursprünglichen Gedanken des Buchclubs: Bücher zu lesen, die so lehrreich und klassisch sind, dass wir sie niemals freiwillig und alleine lesen würden
(Ok, so ganz haben wir damit den Punkt jetzt noch nicht getroffen, aber zumindest driften wir leicht in diese Richtung zurück…)
Somit wurde nach einem lustigen und wiedermal für alle Gäste des Treffpunkts unterhaltsamen Abends ein ernsthafter Klassiker ausgewählt, auch wenn er durch Alex’ hartnäckigem Beharren das Nino das Buch ja schon kenne fast verhindert wurde:
Durch einen Klick auf das Bild kommt ihr übrigens zur Bestell-Seite bei amazon.de! (Für alle Buchclub-Teilnehmer und mitlesen-Woller) Gelesen werden sollte das Buch bis 02. Februar, aber da es nicht besonders dick ist, sollte das zu schaffen sein, oder?
Nun hört der protokollarische Teil unseres Treffens auch schon auf, da ich mich standhaft weigere meine Leserschaft zu vergrößern in dem ich schlüpfrige Teile unserer Unterhaltung hier veröffentliche und somit meine Suchergebnisse mit denen dieser Blog gefunden werden kann, in eine sehr spezielle Richtung lenken würde!
Diesesneu ausgewählte Buch werde ich fleißig und bis zum Ende mitlesen, das ist einer meiner 2010 Vorsätze, aber ich war trotzdem sehr erleichtert (und sehr erheitert) darüber zu hören, dass Kerstin und ich wohl dieselben Bücher nicht zu Ende gelesen haben… und wohl keinesfalls aus Zeitmangel!
Trotzdem werde ich wohl ein bisschen nachholen, zum Beispiel das Ende von Roger Willemsens „Deutschlandreise“ auch wenn es dieser Mensch geschafft hat, schon nach wenigen Seiten eine unüberwindbare Antipathie in mir zu erzeugen. Ich bin sehr gespannt ob sich Alex und Ninos Vorhersagen bewahrheiten udn ich ihn am Ende „totaaaal amüsant“ finden werde… ich bezweifle es ja noch stark! Na, Kerstin, kämpst du dich mit mir bis zum Ende durch?
Nun haben wir auch unser Schema durchbrochen und haben uns zum ersten Mal vorgenommen ein Buchclub unabhängiges Treffen zu vereinbaren, bei dem wir die Mysterien des Munchkin-Spielens mal eingehender und natürlich auf sehr wissenschaftlich, forschenden Weise nähern wollen! Dabei dürfen dann auch Ehemänner, Freunde und derzeitige Begleiter vorgeführt…äh, vorgestellt werden! Es bleibt also spannend im Buchclub
P.S. Saskia, es tut mir übrigens immer noch furchtbar leid, dass ich so freudig in das Swimming-Pool-große Terry Pratchett-Fettnäpchen gesprungen bin *zerknirschtkuck* Ich werde zur Strafe demnächst mal ein Buch von ihm lesen und vielleicht überrascht er mich ja genauso wie es Herr Willemsen angeblich tun wird
Manchmal kommt sie dann doch durch, auch wenn die meiste Zeit der Mantel der Realität darüber liegt und ich oft daran zweifle, ob es die wahre Liebe wirklich gibt, so findet man selten und noch seltener in der Öffentlichkeit einen der wenigen beweise dafür, dass sie zu existieren scheint.
André Agassi hat seine mitlerweile viel diskutierte und auch stark kritisierte Biografie herausgebracht und da ich gestern fast 3 Stunden im Hugendubel verbracht habe, bin ich irgendwann auch darauf gestoßen. Meine senstationslüsterne Seite hat mich dann in die Knie gezwungen sodass ich gestern gefühlt das halbe Buch verschlungen habe. In meinen Augen übrigens gar nicht so schlecht geschrieben, sehr offen und ehrlich wirkt es zumindest und auch wenn es auf gut 80% der Seiten tatsächlich „nur“ von Tennisspielen und Turnieren handelt, wird man trotzdem nicht müde ihn dabei zu begleiten und mitzufiebern.
Wirklich für jedes Frauenherz lesenswert wird es dann zum letzten Drittel des Buches hin, als er mehr und mehr in einer Liebeserklärung an seine jetzige Frau versinkt. Wobei es dann keineswegs in einer Schnulze endet, sondern er vielmehr ein offenes Geständnis darüber ablegt, die wahre Liebe gefunden zu haben und das genauso unspektakulär und unverblümt beschreibt, wie er zuvor auch so vieles andere von sich preisgegeben hat (Drogen, Perücken und andere schockierende Details seines Lebens).
Durchaus also ein lesenswertes Buch für jeden der in den 80ern und 90ern seine Karriere verfolgt hat und mal die Sensationspresse mit der unverblümten Wahrheit vertauschen möchte, sofern man dieser Wahrheit Glauben schenken will.
Letztenlich hat mich dieses Buch doch nur wieder an die schönste Liebeserklärung eines Mannes an seine Frau erinnert, die ich je ausserhalb von Film und Fernsehen gehört habe und die jeden noch so starken Realisten doch ein wenig in seiner Grundeinstellung erschüttern müsste…
Ich weiß nicht, ob es ein Stöckchen ist, das ich bei der Mitläuferin gefunden habe, aber ich mache es jetzt einfach zu einem:
1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Wenn ich all den End-Jahres-Pessimismus weglasse eine ackelige 5
2. Zugenommen oder abgenommen?
Beides, immer mal wieder
Aber ich glaube insgesamt abgenommen.
3. Haare länger oder kürzer?
Länger.
4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Tja, da ich eine neue Brille gebraucht habe, wohl eher kurzsichtiger
Was das Leben angeht, ebenso.
6. Besseren Job oder schlechteren?
Schwere Frage. Ich glaube die kann ich erst im Rückblick 2010 beantworten…
8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Erkenntnisse. Massenweise.
9. Mehr bewegt oder weniger?
Mal mehr, mal weniger. Im Sommer deutlich mehr, im Winter deutlich weniger!
10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich glaube 2 oder 3…
11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Die bei der ich dann fiebrig in der Biochemie-Abfrage saß und dann nachmittags wieder fit war. Sehr ungerecht!
12. Der hirnrissigste Plan?
Den hab ich noch aus 2008 mit eingeschleppt, aber damals kam er mir noch nicht ganz so hirnrissig vor wie 2009
13. Die gefährlichste Unternehmung?
Für Anatomie 2 nicht genug zu lernen und zu denken, ein Rigo ist ja kein Problem… Das war das „Gefährlichste“. Ich bin nicht besonders risikofreudig
15. Das leckerste Essen?
Ich kann mich nie an seinen Namen erinnern, aber das Essen vom Inder in der Fußgängerzone ist einfach himmlisch…
16. Das beeindruckendste Buch?
Da ich nicht so viel zum Lesen gekommen bin dieses Jahr ist die Auswahl klein. Aber das Buch was mich am meisten begeistert hat, war eindeutig „Gut gegen Nordwind“
17. Der ergreifendste Film?
Ich hab ihn noch nicht gesehen, aber da ich schon beim Trailer Taschentücher brauchte, zählt er trotzdem: „Beim Leben meiner Schwester“
20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Büchern.
21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Meinen Freunden.
22. 2009 zum ersten Mal getan?
Ein gut funktionierende WG gegründet. In meinem eigenen Hochbett geschlafen. Eine Freundschaft erwachsen beendet. 2 Monate am Stück nicht gearbeitet oder gelernt.
23. 2009 nach langer Zeit wieder getan?
Einen ganzen Tag mit Büchern im Bett verbracht. Valencia besucht.
24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Ana 2 2. Rigo. Selbstzweifel. Mich in einem Menschen zu täuschen.
25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Mich selbst davon, dass ich meine Zeit dieses Jahr nicht verschwendet habe.
26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Hm, das beschämt mich jetzt. Ich weiß es nicht.
27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mein Hochbett umzubauen
28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Es gibt niemanden, mit dem ich lieber das neue Jahr beginnen würde, als mit dir!
29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Hm, schon wieder so eine schwere Frage… das ist sehr subjektiv, woher weiß ich das?
30. Dein Wort des Jahres?
Durchhalten!
31. Dein Unwort des Jahres?
Durchgefallen!
Ich werfe das Stöckchen zu meinen fleißigsten Begleiter der Bloggerwelt 2009, dem Krangewarefahrer, Avialle und Special Agent Gibbs! Frohes neues Jahr!





